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am Sonntag, 11. Juni 2017 11:38.

am Montag, 12. Juni 2017 11:02.

Kleines Zeltlager an Pfingsten 2017

 
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Am Freitag den 02. Juni trafen sich die Pfadfinder St. Johannes Lübbecke am House of Scouting in der Osnabrücker Straße in Lübbecke, um wie jedes Jahr an Pfingsten, in ein neues Abenteuer aufzubrechen. Dieses Jahr begaben wir uns in die Steinzeit zurück. Als dann gegen 15:00 Uhr alle Teilnehmer eingetroffen waren, brachen wir mit unseren Fahrrädern auf. Unser Ziel lag auch dieses Jahr wieder im Osterwald in Frotheim.

Angekommen an unserem Lagerplatz begannen wir zunächst einmal mit Kennenlernspielen, damit auch die neuen Mitglieder im Stamm sich besser orientieren können. Nach den Kennenlernspielen machten sich alle Teilnehmer gemeinsam an den Lageraufbau. Zunächst wurde die weiße Küchenjurte aufgebaut und eingerichtet, damit auch die Verpflegung der hungrigen Teilnehmer sichergestellt war. Bis in die späten Abendstunden errichteten wir dann die restlichen Lagerbauten und ließen den anstrengenden Tag bei einer gemütlichen Jurtenrunde mit Gesang und Lagerfeuer ausklingen.

Am Samstagmorgen starteten wir, im Anschluss an das Frühstück und einer kurzen Zeit zur freien Gestaltung, in das erste geplante große Geländespiel mit dem Titel „Zeitnot in der Steinzeit“. Bei diesem Geländespiel gab es drei feste Händler, die Ihre Waren zu unterschiedlichen Preisen anboten und diese alle 15 Minuten änderten. Die Teilnehmer mussten also kaufmännisches Geschick beweisen, um einen möglichst großen Vorrat an Muscheln anzusammeln – die Währung im Spiel. Außerdem konnte man bei den Händlern Ausbildungen absolvieren, Pferde zähmen um mehr Waren transportieren zu können, sowie das Rad erfinden und einen Transportkarren bauen. Je mehr Ausbildungen die Teilnehmer absolviert hatten, desto mächtigere Krieger wurden sie. Auch konnte man eine Ausbildung zum Jäger absolvieren, welche man benötigte um einen Gestaltwandler in Gestalt eines Mammuts oder Säbelzahntigers zu bezwingen. Einmal nahm der Gestaltwandler auch die Gestalt eines Affenkönigs an, der jedem Spieler viele Muscheln bot, der ihm zeigt, wie man Feuer macht – selbstverständlich mussten die Spieler das Feuermachen zunächst gegen einen Betrag an Muscheln erlernen. Je weiter das Spiel fort schritt und je stärker die kriegerischen Fähigkeiten der einzelnen Spieler wurden, desto mehr wurden sich die Spieler bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit in Ihrer einzelnen Gruppe ist. Fanden sich anfangs des Spiels überwiegend vereinzelte Spieler an den verschiedenen Stationen des Spiels ein, so traf man dort gegen Ende des Spiels überwiegend die gesamte Gruppe an. Gewonnen hatte am Ende die Gruppe, die die meisten Muscheln gesammelt hatte und die meisten Ausbildungen absolviert hatte.

Nach dem Mittagessen starteten wir dann in verschiedene Workshops. Über den Bau von Steinäxten und die Herstellung verschiedener Farben mit natürlichen Zutaten zur Kriegsbemalung hinaus, baute eine Gruppe einen Steinofen mit Materialien aus dem Wald. Dieser wurde im Unteren Teil mit Holz und Kohle befeuert und heizte einen Stein auf, auf dem dann Brot gebacken wurde.

Während das Abendessen vorbereitet wurde, wurden noch Sinnesspiele veranstaltet. Hierbei mussten die Teilnehmer ihre verschiedenen Sinne beanspruchen, wie zum Beispiel das Schmecken und das Fühlen. Auch diesen Tag ließen wir bei viel Gesang am Lagerfeuer in der Jurte ausklingen.

Am Sonntagmorgen begannen wir nach einer verregneten Nacht mit leichten Gewittern und einem etwas verspäteten Frühstück mit dem zweiten großen Geländespiel „Narathi“. Für dieses Spiel wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Jede Gruppe hatte ein eigenes Lager und musste Rohstoffe sammeln, die an verschiedenen Stationen im Wald verteilt waren, um das Lager ausbauen zu können und die Entwicklung der eigenen Gruppe voranzutreiben. Für jede Entwicklung mussten auch Lebenspunkte geopfert werden, die man in größerer Anzahl nur erlangen konnte, indem man Spieler der jeweils anderen Gruppe angreift und im Kampf besiegt. Die Kämpfe wurden mit Würfeln ausgetragen. Besaß ein Spieler einen Ausrüstungsgegenstand, wie zum Beispiel eine Rüstung oder ein Schwert, wurden die zugehörigen Werte zum Würfelergebnis addiert. Zunächst musste sich die Gruppe natürlich entwickeln, um solche Gegenstände bauen zu können, da beide Gruppen in der Steinzeit gestartet waren. Beide Gruppen begingen eine verschiedene Strategie, wobei eine Gruppe eine möglichst schnelle Entwicklung anstrebte, währenddessen die andere Gruppe zunächst alle Mitglieder mit Ausrüstungsgegenständen der niedrigen Stufe ausgestattet hat. So war es dieser zweiten Gruppe zwar bereits früh möglich die ersten Kämpfe zu gewinnen, doch ging dieser Vorteil schnell vorüber, als die erste Gruppe wesentlich effizientere Waffen und Rüstungen produzieren konnte. Die erste Gruppe machte jedoch den Fehler sich auf die Sammlung von Rohstoffen zu konzentrieren, sodass das Sammeln von ausreichend Lebenspunkten zunächst vernachlässigt wurde. So erreichte die erste Gruppe zwar schnell die höchste Entwicklungsstufe, konnte jedoch nicht die Spielentscheidende Waffe, ein Katapult, bauen um die Gegnerische Basis zu zerstören und die zweite Gruppe näherte sich diesem Ziel mit großen Schritten. In den letzten Sekunden des Spiels hatte die erste Gruppe nun endlich alle erforderlichen Ressourcen, um das Katapult zu bauen, jedoch war bereits das Katapult der anderen Gruppe unterwegs und konnte nicht mehr gestoppt werden.

Erschöpft von diesem anstrengenden Geländespiel legten wir im Anschluss an das Mittagessen zunächst eine Pause ein und starteten am Nachmittag ein Kubbturnier und verschiedene Ballspiele.

Am Abend begingen wir dann unsere traditionelle Versprechensfeier, bei der die neuen Mitglieder ihr erstes Tuch durch den Vorstand unseres Pfadfinderstammes überreicht bekommen. Auch Mitglieder, die bereits eine Weile dabei sind und nun eine neue Pfadfinderstufe erreichen, bekräftigen hierbei erneut ihr Versprechen auf die Statuten eines Pfadfinders und unseres Stammes. Bei feierlicher und geheimnisvoller Atmosphäre begehen die Teilnehmer zunächst den Weg zum Ort der Feier, der von Kerzen erleuchtet wird. Diese Feier ist gerade auch für die neuen Teilnehmer immer ein besonderes Highlight.

Am Montag begannen wir dann, im Anschluss an das Frühstück, mit dem Lagerabbau. Wir hatten Glück, zwar hatte es in der Nacht wieder geregnet, doch schien an diesem Morgen die Sonne, sodass wir unsere Zelte trocken einpacken konnten. Nach dem Mittagessen machten wir noch eine sogenannte Müllkette, um unsere hinterlassenen Spuren auf der Wiese vollständig zu beseitigen. Im Anschluss machten wir noch eine Gesprächsrunde, bei der jeder Teilnehmer sich noch einmal auf die vergangenen Tage besinnen und erzählen konnte, was ihm oder ihr gefallen hat, oder was nicht gefiel. Nachdem nun jeder noch etwas getrunken hatte, waren wir ausreichend gestärkt, um die Rückreise mit unseren Fahrrädern antreten zu können.

Wir bedanken uns bei Familie Knost, die auch in diesem Jahr wieder Ihre Wiese für unser kleines Zeltlager an Pfingsten zur Verfügung gestellt hatte. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder Neulinge teilgenommen haben und wir heißen auch jederzeit Interessierte zu unseren Gruppenstunden im House of Scouting (Osnabrücker Straße 11, im Innenhof, 32312 Lübbecke) willkommen. Die Gruppenstunden finden immer freitags statt. Wölflinge (8 – 10 Jahre) 16:30 – 18:30 Uhr, Jungpfadfinder (11 – 13 Jahre) 18:00 – 20:00 Uhr und Pfadfinder (14 – 15 Jahre) 18:00 – 20:30 Uhr.

Gut Pfad

Maurice